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Veranstalter ist das Münchner Literaturbüro, Milchstraße 4, 81667 München. Der so genannte „Offene Abend“ dieses Publikumspreises, der jeden ersten Freitag im Monat stattfindet, ist eine Bühne für Autoren jeglichen Alters.
Es handelt sich dabei um eine einzigartige Auftrittsmöglichkeit, bei der die Autoren verschiedener Stilrichtungen, wie sie die Gegenwartsliteratur kennzeichnen, gegeneinander antreten. Die Texte dürfen die Zeit von zehn Minuten nicht überschreiten. Jeweils maximal sechs Autoren treten gegeneinander an.
Die Reihenfolge der Lesungen wird durch Los entschieden, wobei gleich nach der Ziehung gelesen und danach erst der nächste Name gezogen wird, auch falls sich mehr als sechs Namen im Loskasten befinden.
Meist werden Kurzgeschichten oder Gedichte gelesen; manche Autoren stellen einen zehnminütigen Auszug aus ihrem unveröffentlichten Roman vor.
Ein Moderator leitet die Diskussion, in der das Publikum Lob, Kritik, Verbesserungsanregungen für den zuvor vorgetragenen Text einbringen kann.
Am Ende der Veranstaltung wird der Abendsieger ermittelt. Jeder Zuhörer hat eine Erst-, eine Zweit- und eine Drittstimme. Die Erststimmen zählen dreimal, die Zweistimmen zweimal, die Drittstimmen einmal.
Auf einer Flipchart wird der Stand der Wahl von allen beobachtet.
Ist jemand im Publikum der Ansicht, dass keiner der Texte es verdient, an der Endausscheidung teilzunehmen, gibt er einen leeren Stimmzettel ab. Falls 20 % des Publikums sich auf diese Weise geäußert haben, wird der Sieger nicht für die Endausscheidung nominiert, er kann aber beim nächsten offenen Abend seinen Text noch einmal zur Wahl stellen, und zwar ohne geloste Reihenfolge als erster.
Falls nur drei oder weniger Autoren sich am Wettbewerb beteiligen, wird der Abend als normaler Leseabend eingestuft – ungeachtet dessen, schon gelesen worden zu sein, kann der vorgetragene Text ein andermal am Wettbewerb vorgetragen werden, dies gilt grundsätzlich und für jeden beliebigen Offenen Abend. Nur darf der Text, um Wettbewerbsverzerrungen auszuschließen, noch nicht in lektorierter Buchform erschienen sein – Ausnahme sind Veröffentlichungen in Periodika.
Ungeachtet dessen, ob der Sieg zählt oder nicht, erhält der Abendsieger eine Flasche Wein. Aber nur, wenn er von mehr als 80% des Publikums „nominiert“ worden ist, zieht er mit den Siegern der anderen Abende ins Finale ein.
Im Finale des Haidhauser Werkstattpreises treten dann alle nominierten Sieger gegeneinander an. Das Publikum wählt den Sieger des Haidhauser Werkstattpreises, der mit einem Wanderpokal und einem Geldpreis i.H. von 300 € dotiert ist. Auch hier hat jeder Zuhörer eine Erst-, eine Zweit- und eine Drittstimme.
Wo findet man sonst noch eine so große Macht der Zuhörer?
Nach ca. zehn Offenen Abenden wird dieses Finale im Gasteig abgehalten. Es findet einmal im Jahr im Vortragssaal der Bibliothek im Gasteig, Rosenheimer Platz 5, statt.
Die Autoren sollen dort dieselben Texte vortragen, mit denen sie ihren jeweiligen Abendsieg errungen haben, können ihre Texte jedoch fürs Finale überarbeiten.
Namen von Teilnehmern und Siegern wie Uwe Tellkamp, Lydia Mischkulnig, Arwed Vogel, Jaromir Konecny belegen, dass der Haidhauser Werkstattpreis eine hervorragende Empfehlung für den Literaturbetrieb ist.
ViSdP. Josef Rohrhofer, Ursula Dimper, Admin. Uwe Kullnick
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Am 4. Mail 2012 fand die zweite Runde zur Vorentscheidung für den 20. Haidhauser Werkstattpreis statt. Vier AutorInnen stellten sich mit ihren Texten zur Wahl. Elitza Kohler präsentierte mit „Zeitfresser“ eine fantastische Geschichte über eine Pizza. Rudolf Freiberger las mit „Viele Rauch um nichts“ aus dem Leben der Schriftstellerin Renee Rauch. Wolfgang Weinkauf stellte mit „Abschiedsreise“ seinen Text über den Abschied eines Krebskranken von seinen Eltern vor. Peter Asmodai las über den letzten Arbeitstag eines Mannes: „Koch was, aber viel davon“. Das Publikum wählte Wolfgang Weinkauf auf den ersten Platz.
VITA
1964/70 Studium der Philologie in Bonn, Würzburg, München
1970/71 Dozent am Carl-Duisberg-Institut: Deutsch für Ausländer
ab 1971 Gymnasiallehrer
1975/77 Dozent an der Bundeswehr-Akademie für Betriebswirtschaft in Erding
ab 1982 Lektoratsarbeiten an literarischen und wissenschaftlichen Texten
ab 1986 Rhetorik-Kurse
1994 Herausgeber und Übersetzer von „Die Stoa“ (Pattloch-Verlag)
1995 Mitverfasser von „Praxisorientierte Rhetorik“ (Auer)
2000 Mitverfasser von „Literatur und Philosophie auf d. Oberstufe“ (Auer)
2000/01 Kommunikationstraining bei XTRA-Software GmbH
2001 Herausgeber u. Übersetzer von „Philosophie der Stoa“ (Reclam)
ab 2001 Training mit Fachbetreuern: Gesprächsführungstechniken
ab 2002 Gesprächstraining in der Fachberufsschule für Altenpflege (Erding)
2002 Gesprächsführungstraining: Mitarbeitergespräche
2003 Gesprächsführungstraining mit Ärzten
2005 Literaturwerkstatt „Giesinger Bahnhof“ mit Prof. Dr. R. Grimminger
ab 2007 Gesprächstraining für Bewerbung, Beförderung, Lösung privater Probleme
ab 2008 Verstärkt Lektoratsarbeiten (Historischer Roman, Diplom- und Doktorarbeiten)
2009 Literatur-Workshop in Budapest
ab 2010 Philosophische Vorträge zu aktuellen Themen